Einsatz am Arlberg – Eine Person verschüttet

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Die Ausgangslage
Im Januar 2005 ereignete sich in St. Anton am Arlberg im Gebiet „Gampberg/Vorderer Rendl“ ein folgenschweres Lawinenunglück. Eine Gruppe von Schifahrern löste ein ca. 300m breites Schneebrett aus. Zu diesem Zeitpunkt befanden sich insgesamt neun Personen im direkten Gefahrenbereich der Lawine.

Drei dieser Personen wurden an der Oberfläche des Lawinenkegels nur teilweise verschüttet. Einer Person gelang es noch rechtzeitig, aus der Lawine auszufahren und nach Abgang der Lawine mit Hilfe eines Lawinenverschüttetensuchgerätes vier Personen zu orten, wobei eine Person bereits tot war, zwei Personen in der Klinik ihren Verletzungen erlagen und nur das vierte Opfer unverletzt aus der Lawine geborgen werden konnte. Eine Person konnte selbst nach mehrtägigem Sucheinsatz nicht gefunden werden. Im Ersteinsatz wurde von der Bergrettung das Tiroler Rettungs System bereits eingesetzt.

Der Forschungseinsatz
Im Rahmen eines Forschungsprojekts des "alp’S – Zentrum für Naturgefahren Management" mit dem Titel "Vergleichende Evaluierung eines Systems zur raschen Ortung von Lawinenopfern sowie Entwicklung/Optimierung einer hierfür geeigneten Auswertesoftware" wurde einen Monat später der Lawinenkegel mit Hilfe modernster Radartechnik erneut abgesucht.

Dieses Radarsystem wurde zuerst am Hubschrauber für den großflächigen Einsatz montiert, dann an verdächtigen Stellen direkt an der Schneeoberfläche eingesetzt. Dadurch konnten einige Verdachtsstellen identifiziert werden, an denen Objekte innerhalb der Schneeschicht erkannt worden waren. Diese Verdachtsstellen wurden zuerst mit konventionellen Lawinensonden abgesucht. Im nächsten Schritt wurde das Tiroler Rettungs System eingesetzt.

Mit Dampfsonden wurden an den Verdachtsstellen Löcher in den Schnee gedampft, welche darauf mit der Ortungskamera überprüft wurden. Durch dieses Vorgehen konnte bei allen untersuchten Verdachtsstellen Entwarnung gegeben werden, da es sich nur um Steine, Bäume oder Zweige handelte.

Resumee
Nach eintägiger Suche und Überprüfung von 60% der durch das Radar angezeigten Verdachtsstellen waren die abgesuchten Stellen abgeklärt. Das Tiroler Rettungs System konnte den eingesetzten Kräften an den jeweiligen Verdachtspunkten eindeutige Ergebnisse liefern. Das TRS wurde als Werkzeug zur Verdachtsabklärung eingesetzt. Die dabei gewonnenen Daten wurden zur Weiterentwicklung des Lawinenradars verwendet. Der Körper wurde im Frühjahr bei einer neuerlichen Suche gefunden.

Bilder Einsatz

Einfacher Transport der Dampfsonde

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Einsatz am Lawinenkegel, Sondierketten, TRS Teams und Radar Team

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Einsatz am Lawinenkegel, Sondierketten, TRS Teams und Radar Team

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Einsatz der Dampsonde

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Einsatz der Ortungskamera

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Einsatz eines Radars zur Ortung von Verschütteten

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Von den Sondierern als verdächtig markierte Stellen werden mit Dampfsonde und Ortungskamera überprüft

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Tragesystem für Ortungskamera, Bildschirm und Kabelhaspel

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Zuordnung von GPS Daten zu den Bildern der Ortungskamera

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Bilder Ortungskamera

Verdachtsstelle negativ: Gras

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Verdachtsstelle negativ: Felsen

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Verdachtsstelle negativ: Felsen

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Verdachtsstelle negativ: Gras

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Verdachtsstelle negativ: Gras

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Verdachtsstelle negativ: Felsen

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Tiroler Rettungs System
Stefan Lackner, Bergführer
Telefon: +43-(0)664-13 11 342
www.tyrolean-rescue.com
info@tyrolean-rescue.com

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